Transgenialer CSD 2010 am 26. Juni, 14 Uhr, Rathaus Neukölln

Über transgenialercsd

Der Transgeniale CSD finde jedes Jahr am letzten Samstag im Juni im Gedenken an den Christoper Street Day statt. Er erinnert an den ersten, bekannt gewordenen Aufstand von Lesben, Schwulen und anderen queeren Menschen gegen die Polizeiwillkür in der New Yorker Christopher Street im Stadtviertel Greenwich Village: In den frühen Morgenstunden des 28. Juni 1969 fand in der Bar Stonewall Inn der sogenannte Stonewall-Aufstand statt. Es kam in der Folge zu tagelangen Straßenschlachten zwischen Homosexuellen und der Polizei.
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8 Antworten zu Transgenialer CSD 2010 am 26. Juni, 14 Uhr, Rathaus Neukölln

  1. Mark schreibt:

    Leute, bleibt locker. Es ist WM-Zeit, wenn da der ein oder die ander mit ner Flagge rumläuft werdet ihr wohl nicht durchdrehen. Es ist nicht alles toternst und politisch. Toleranz hier wie dort!
    Schönen CSD.

    • transgenialercsd schreibt:

      Nein, keine Fahnen, keinen Flaggen oder Wimpel. Ja, leider ist WM-Zeit. Lasst eure Fahnen zu Hause oder, besser noch, schmeißt sie gleich in den Müll. Es gibt keinen Grund, auf dieses Land stolz zu sein. Wir wollen kein besoffenes Fahnenschwenken, kein „Deutschland über alles“, nein, wir sind nicht Weltmeister, nicht Papst, wir sind nicht Deutschland. Es gibt kein „gesundes Nationalgefühl“. Es gibt nur Nationalismus und Rassismus. Seid lieber stolz auf das, was ihr tut, im Kampf gegen Rassismus, Nationalismus, Trans- und Homphobie.

      • Milton schreibt:

        Mein Gott, das klingt bitter.
        Und nach eine simple Polemik.
        Ich brauche auch kein Flaggen, weder Che Guevara noch Fussballfahnen. Aber das gleich mit Nationalismus gleichzusetzen, der etwas anderes ist als ein harmlose Freude und etwas „Nationalgefuehl“ waehrend einer Fußball-WM, ist albern, sorry.
        Du scheinst ein grossen Hass auf Deutschland zu haben. das tut mir leid. Ich bin seit 1995 als Englaender hier. ich kann dir sagen, hier geht es mich besser als es je in England hing.
        Man kann doch beides tun, für seine Rechte kaempfen und das land moegen.

    • Maddi schreibt:

      Kann mich Mark nur anschließen! Toleranz und Pluralität, dass vermisse ich in Euerm Statement…
      Santa Santa, wie kleinkariert (sorry für dieses anti-bourgoise Kampfwort an dieser Stelle😉, also wie kleinkariert kann man sein, wenn man Toleranz versteht, als das ‚Gut heißen von allem‘? Warum nicht z.B. mit den zwei Schwuppen diskutieren, die in schwarz-rot-whatever geschminkt mit demonstrieren wollen? Verbote sind was für die Generation meiner Großeltern…

      Ansonsten sei noch gefragt: Fahnenordnung? Ok. Was is dann mit Kleiderordnung???

      Bis späda!🙂

  2. too bad schreibt:

    sehr, sehr schade dass die moderation nur auf deutsch war. antidiskriminierungsarbeit heisst doch auch ausschlüsse vermeiden…😦

  3. schwulleben schreibt:

    Naja, wenn dann hätte ich eh mein Oranje1.nl Shirt angezogen;-)

    Im übrigen, dieser Scheiß-Fussballnationalismus geht mir echt auf die Nerven. Jetzt schreien sie hier schon wieder „Deutschland den Deutschen“.

  4. ShemaleAnnika schreibt:

    Ich fand den tCSD sehr angenehm und auch das Publikum war echt angenehm.

    Diese aufregung wegen ein paar leute die eben einfach noch WM mäsig irgend etwas dabei haben kann ich nicht verstehen, mit der rechten Hand toleranz predigen und mit der Linken aber leute verurteilen nur wegen so etwas wie einer Flagge.

    Wenn mir danach wäre eine flagge in der hand zu halten dann lasse ich mir das nicht verbieten, und auf dem CSD erst recht nicht!

    Nationalitäten sind Irrelevant zufällig verteilt und egal, und Nationalstolz ist humbug, ja das stimmt und ich würd nie mit so einer Lächerlichen Landeslagge herumlaufen,
    Aber gleich ein Fass aufmachen wegen einer Flagge und das eigentliche ziel der Demo damit quasi in den Schatten stellen mit polemischen Gequatsche finde ich etwas übertrieben.
    Ansonsten super arbeit von den organisierern nächstes jahr bin ich auch wieder dabei =)

    Ansonsten zu der Moderation: wäre die in englisch gewesen wären sicherlich mehr ausgeschlossen gewesen.

  5. noia_ningu schreibt:

    Es geht nicht um die blöde Fahne, es geht darum wofür sie überhaupt steht. Ich verstehe immer wieder nicht, warum die Leute so viel Sinn im Konstrukt „Nation“ oder „Staat“ sehen, bis zu dem Punkt, dass sie sich mit dem identifizieren. Und vor allem weil solche Identität nur als Ausgrenzung gegenüber andere Menschen, denen man eine andere Nation zuschreibt, funktioniert. Die Toleranz liegt in der Nicht-Anerkennung solcher Identitäten. Und noch banaler als es mit Fußball zu artikulieren gehts echt nicht. Warum ich mich freuen soll, wenn die 11 Männer, die nichts mit mir zu tun haben einen Tor schießen ist über alles rationale Denken hinaus.
    Ich fands super, dass von der Organisation aufgerufen wurde auf solche Symbole zu verzichten, und bedaure es sehr dass es trotzdem nicht ganz zu schaffen war.

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